Wer eine Terrasse an seinem Wohnhaus hat, der hat es gut. So kann man das ganze Geschehen, wenn viele Gäste zu Besuch kommen, elegant nach draußen lenken. Außer auf dem Weg zur Toilette sollte man dann in der eigentlichen Wohnung niemanden antreffen – das schont Fußboden (Schmutz) und Einrichtung.
Allerdings funktioniert das nur, solange es draußen schönes Wetter gibt, und es auch angenehme Temperaturen den Aufenthalt auf der Terrasse möglich machen. Gut, wenn es regnet im Sommer, kann man sich mit einem wasserdichten Pavillon behelfen. So mache ich es schon seit Jahrzehnten: Ein Pavillon auf der Terrasse schützt die Gäste im Sommer vor Feuchtigkeit und starker Sonneneinstrahlung. Wenn das Jahr allerdings zu Ende geht, manchmal schon Mitte Oktober, kann aber trübes, dunkles und kaltes Wetter selbst unter einem Pavillon keine große Freude sein.
Die Terrassenheizung
Da kommt dann die Idee: wenn die Sonne schon keine Wärme auf die Terrasse schickt, dann kann man ja mit technischen Hilfsmitteln nachhelfen! Solch ein Terrassenheizer ist Ihnen bestimmt auch schon oft begegnet: Meistens ist es der Heizpilz, der zur Beheizung der Terrasse genutzt wird. Am kräftigsten heizt er mit Propangas: allerdings nicht so gut umweltgerecht und auch manchmal gefährlich für die Gäste. Denn eine Propanheizung verbraucht viel Sauerstoff, und dabei produziert sie auch noch CO², das Blumen, Bäume und andere Pflanzen zwar zum Wachsen und gedeihen brauchen, für den Mensch aber unsichtbar, unriechbar und giftig ist. Nicht wenige Menschen sind schon an solch einer Vergiftung gestorben, weil sie die Ursache und Wirkung nicht kannten.
Für den Pavillon ist der Heizpilz deshalb überhaupt nicht geeignet. Erst einmal ist er viel zu hoch: Gerade im oberen Bereich wird er sehr heiß und kann das Dach des Pavillons in Flammen setzen. Das schlimmste ist aber der Sauerstoffverbrauch und das entstehende Kohlendioxid:
Ein mit Propangas betriebenes Heizgerät darf nur im Freien verwendet werden, niemals unter Pavillons oder gar in Zelten!!!
Diesen Satz sollten Sie sich wirklich merken, wenn Sie Ihre lieben Gäste (und sich selbst) nicht bei den nächsten Feierlichkeiten entsorgen möchten!
Terrassenheizer: Mit Gas oder Strom?

Natürlich kann man seine Terrasse auch anders heizen: Propangas und Strom haben sich aber als effektivste Energiequelle durch gesetzt. Alternativ wäre eine Terrassenheizung auch mit Holz oder Kohle zu betreiben, wie spezielle Kamine für die Terrasse zeigen. Allerdings hält sich deren Verbreitung doch in relativ engen Grenzen, denn der Qualm und Geruch, der von solchen Heizungen ausgeht, ist einfach nicht mehr zeitgemäß und kann auch die Nachbarn belästigen.
Manch einer stört sich ja schon am Geruch des Grills: Ich muß zugeben, gerade wenn ein Grill angezündet wird, riecht es nicht gerade angenehm. Wenn dann Fleisch drauf liegt, ändert sich das ganz schnell. Aber da ich selber oft im Garten grille, werde ich mich mit Sicherheit nie über Gerüche von meinen Nachbarn beschweren.
Bleibt also nur noch die Auswahl zwischen Gas und Strom bei einer Terrassenheizung. Gas hat die weitaus bessere Wärmeerzeugung, ist auch schon länger auf dem Markt und wird auch immer noch häufig zur Beheizung der Terrasse eingesetzt.
Terrassenheizer mit Strom sind aber in den letzten Jahren immer weiter entwickelt worden. Sie schaffen zwar subjektiv immer noch nicht die Heizleistung einer Terrassenheizung mit Gasbetrieb, haben aber andere Nischen entdeckt. So gibt es besonders schöne Heizungen, die man auch im Pavillon aufstellen kann, wie die Heizpyramide, gerichtete Heizstrahler oder ganz modern: Einen Tisch mit einer eingebauter Heizung.
Der Kauf einer Terrassenheizung
Die Energiequelle wird wohl in erster Linie den Ausschlag geben, für welchen Terrassenheizer man sich entscheidet. Es gibt aber auch noch andere Dinge, auf die beim Kauf eines Terrassenheizers zu achten ist. Da ist zum einen die Größe: Heizpilze sind wahrscheinlich schon wegen der Höhe nicht überall geeignet, die kleinen Heizstrahler, die man direkt auf der Gasflasche befestigen kann, sind nur in eine Richtung wirklich wirkungsvoll. Aber auch die Heizleistung an sich ist entscheidend beim Kauf einer Terrassenheizung:
- wie groß ist die Fläche, die beheizt werden soll
- wie viele Menschen halten sich in der Nähe der Terrassenheizung auf
- stehen die Gäste lieber, oder würden sie lieber sitzen
- ist die Stelle windgeschützt, an der die Heizung aufgestellt werden soll
- Wieviel wollen Sie ausgeben, um eine optimale Terrassenheizung zu kaufen? Manchmal sind zwei kleinere, preisgünstige Modelle besser als eine große und teure.
- Wie soll die Wärme abgestrahlt werden? Heizpilz, Heizpyramiden und Heizstrahler wärmen auf ganz unterschiedliche Weise, egal mit welcher Energie sie betrieben werden.
Es gibt einige wichtige Dinge, die Sie schon vor dem Kauf der Terrassenheizung wissen müssen. Auf dieser Webseite können Sie auf viele Fragen Antworten finden, denn ich beheize meine Terrasse nun schon seit 1982 mit unterschiedlichen Heizungen. Angefangen vom Heizpilz über Heizstrahler, Heizpyramide bis zum modernen Stehtisch mit Heizung habe ich alles schon eingesetzt. Mit mehr oder weniger Erfolg. Davon berichte ich hier in meinen Beiträgen, denn die Fehler, die ich anfangs beim probieren gemacht habe, müssen Sie ja nicht auch machen!