Die Terrassenheizung als Pyramide hat eine etwas andere Wirkung als der bekannte Heizpilz. Aber warum braucht man eine Heizung auf der Terrasse?
Eine Terrassenheizung kann womöglich notwendig werden, wenn im Herbst oder zeitigem Frühjahr Geburtstage anstehen und viele Gäste zum Feiern kommen. Oftmals ist es dann im Wohnzimmer zu klein (wenn man nicht gerade über ein Schloß verfügt), aber es gibt auch immer noch einige Mitbürger, die ihre Zigarette nicht verzichten können und deshalb draußen rauchen möchten.
Ich bin da selber Vorbild: Obwohl Raucher, ist unser gesamter Wohnraum nikotinfreie Zone. Zu Rauchen geht es in den Keller – oder eben auf die Terrasse.
Aber es gibt auch immer wieder Leute, die ihr Bierchen im Stehen trinken, das macht sich auf der Terrasse am besten. Wenn es dann noch eine keine Heizung gibt – umso besser.
Terrassenheizung: Heizpilz oder Pyramide
Nun habe ich mir schon vor Jahrzehnten einen Heizpilz angeschafft. So richtig groß, mit Propangas betrieben, macht der ganz schön Druck. Den einzigen Nachteil, den der Heizpilz hatte, war seine Wärmeabgabe nur von oben. Das war nicht für jedermann angenehm, und ich selbst hatte auch immer kalte Füße, obwohl der Kopf schön warm war. Aber wie es so ist: Sind die Füße kalt, kann man schnell ins Frieren kommen.
Deshalb war ich vermutlich auch einer der ersten von denen, die sich eine Heizpyramide zugelegt haben. Dieser heizt nicht direkt von oben, sondern eher horizontal an vier Seiten. Und das bis in den Bereich, wo die empfindlichen Teile kalt werden können (die Beine, nicht was Sie gerade denken!). Das war ein riesiger Unterschied zum Heizpilz: Plötzlich war man „ganzkörpergewärmt“, außerdem hatten viel mehr Gäste Platz um die Pyramide.
Daß sie ebenfalls mit Propangas betrieben wurde, hat vor einigen Jahren noch niemanden wirklich interessiert.
Die Heizpyramide auf der Terrasse
Ich gebe zu, diese Heizpyramide kommt auch heute noch zum Einsatz. Allerdings nicht mehr oft, und das aus zwei wesentlichen Gründen:
- Die letzten Winter hier in Berlin waren doch relativ mild, da brauchte man kaum noch eine Heizung auf der Terrasse. Hochprozentiges von Innen hat auch gereicht (Sie wissen sicher: „Die wärmsten Jacken sind die Konjacken“). Außerdem gibt es noch Punkt 2:
- Um die Umwelt etwas zu entlasten und nicht so viel CO² zu produzieren, habe ich mir eine elektrische Heizpyramide zugelegt. Die hat zwar bei weitem nicht die Wärmeentwicklung wie die alte mit Propangas, aber bei eher moderaten Temperaturen heizt sie auch und ist meistens völlig ausreichend. Wenn bloß der Strompreis nicht wäre!
Terrasse beheizen
Letztendlich muß jeder selber entscheiden, wie er es seinen Gästen bei kühlerem Wetter auf der Terrasse gemütlich machen will. Oft genügt ja wirklich warme Kleidung, um sich noch einigermaßen zu amüsieren. Elektrische Heizungen sind meiner Meinung nach eher etwas für Innenräume, weil die Heizleistung nicht annähernd mit den Stromkosten zu vereinbaren ist. In einer windgeschützten Ecke können sie aber funktionieren.
Wirklich große Heizleistung ist von den gasbetriebenen Geräten zu erwarten, Propangas ist auch immer noch verhältnismäßig günstig. Allerdings mit dem großen Nachteil für die Umwelt, und sollten Sie einen Pavillon damit innen beheizen wollen: Finger weg! Das Gas produziert nicht nur CO², sondern verbraucht auch sehr viel Sauerstoff. Da kann es im Pavillon sehr schnell tödlich enden!