Elektrisch heizen auf der Terrasse

Man hatte ja schon länger das Ende des Heizpilzes vorausgesagt. Im gewerblichen Bereich ist er schon lange verboten, und auch privat findet er kaum noch neue Freunde. Gut, wer schon immer solch einen Heizpilz für Propanbetrieb im Garten oder auf der Terrasse zu stehen hatte, der wird sich auch wieder einen neuen kaufen, wenn es möglich ist. Die Wärmeentwicklung ist einfach unübertroffen, eigentlich hat er nur eine wirkliche Konkurrenz, und das ist die Heizpyramide. Ich selbst bin jedenfalls vor längerem, als mein alter Heizpilz „abgedankt“ hatte, probeweise auf eine Pyramide umgestiegen. Ebenfalls mit Propangas befeuert, versteht sich. Und ich möchte nie wieder tauschen!

Elektrischer Terrassenheizer

Nun kann es aber sein, daß man mit seinen Propangeräten kaum noch neue Freunde aus der Nachbarschaft bekommt. Denn es hat sich herumgesprochen, daß Propanheizungen zwar am effektivsten sind, aber auch nicht gerade rücksichtsvoll zur Umwelt. Verbraucht wird Sauerstoff, schon klar, denn ohne Luft kein Feuer. Aber produzieren tut er beim  Verbrennen CO², was inzwischen wirklich nicht mehr zeitgerecht ist. Und da ist sicherlich was dran.

Ich kann mich noch erinnern, daß ich hier in Berlin (vor langer Zeit) einmal durch eine Einkaufsstraße gegangen bin. Es war Winter, und ziemlich kalt. Jedes Lokal, daß außen Sitzplätze anbot, hatte auch einen Heizpilz aufgestellt. Ich will  jetzt nicht sagen, daß ich fast erstickt wäre, aber angenehm war die Luft nicht gerade. Besonders, weil es auch relativ windstill war.

Nun gibt es ja auch andere Möglichkeiten, im Garten und auf der Terrasse zu heizen. Elektrischen Strom zum Beispiel, aber ob der jetzt so viel umweltverträglicher ist, lasse ich mal im Raum stehen. Sicherlich, dort wo eine elektrische Heizung draußen aufgestellt wird, fällt kein CO² an. Und dort, wo der Strom produziert wird? Da bin ich zum Glück weit genug weg.

Das ist jetzt nicht meine persönliche Meinung, aber so habe ich es schön oft gehört. Doch ich will hier nicht über die verschiedenen Energiearten fachsimpeln, sondern Heizungen für den Garten vergleichen.

Bei mir stand der Heizpilz immer auf der Terrasse, direkt im Garten brauchte ich keine Wärmequelle. Das sollten Sie bei meinen Ausführungen beachten, denn mitten in einem großen Garten ist die Heizwirkung natürlich anders als auf der Terrasse, die zudem noch an zwei Seiten windgeschützt ist.

Als es meinen letzten Heizpilz dann dahingerafft hat, dachte ich mir: Versuche es doch mal elektrisch! Ich habe gesucht, gesucht und gesucht…. Es war seinerzeit kein elektrischer Heizpilz zu bekommen. Dafür aber eine Heizpyramide. Die hat sogar den Vorteil, daß sie die Wärme nicht von oben auf der Köpfe der Gäste losläßt, sondern nach vier Seiten fast waagerecht strahlt.

Allerdings war ich mit der Heizleistung nun überhaupt nicht zufrieden (wie gesagt, es ist schon einige Jahre her). Ganz nah dran konnte man vielleicht noch etwas Wärme spüren, aber schon einen Meter weg war fast nichts mehr zu bemerken. Völlig enttäuscht bin ich dann wieder zum Propanheizer zurückgekehrt, allerdings nicht mehr zum Heizpilz. Denn die bessere Wärmeabgabe (nicht direkt von oben) dieser Pyramide hat mich überzeugt, daß dieses Prinzip das bessere ist.

Meine nächste Terrassenheizung war also eine Heizpyramide für Propangas, und die existiert auch heute noch.

Heizen im Pavillon

Nun bin ich, ebenso wie der meisten meiner Gäste, inzwischen „in die Jahre“ gekommen. Man feiert nicht mehr so laut und ungehalten, die Zusammenkünfte sind eher ruhiger. Da ich schon seit ich denken kann, immer einen Pavillon auf der Terrasse zu stehen habe, wird die Geselligkeit häufiger in diesem verlegt. Dort stehen Tische und Stühle, aber im Herbst wird es trotzdem schnell kühl. Es muß also auch hier geheizt werden, aber wie nur?

Eine Propanheizung kommt ja nicht infrage (Sie wissen ja: Sauerstoffverbrauch und CO₂ – Produktion). Die elektrische Heizpyramide ebenfalls nicht, denn sie ist zu hoch und kann nur relativ ungünstig aufgestellt werden (nicht zu nahe an die Wand des Pavillons).

Also wurde der Ölradiator aufgestellt, den ich sonst immer noch hin und wieder im Hobbykeller benutzt habe. Er hat einige Zeit gebraucht, um die Luft im Pavillon warmzumachen. Aber es hat funktioniert. Je mehr Leute zu Besuch waren, desto eher könnte ich ihn drosseln, denn es war ein älteres Modell mit reichlich Stromverbrauch.

Irgendwann war dann „das Öl alle“, das Ding hat nur noch geknistert, gestunken und kaum noch geheizt. Wieder musste überlegt werden, wie man etwas Wärme in den Pavillon bringen könnte. Elektrische Heizstrahler haben nicht funktioniert, weil sie ja nur in eine Richtung strahlten und die davor sitzenden Gäste „verzehrfertig“ aufheizten. Alle anderen mussten bei Kälte warten, bis sie an die Reihe kommen.

Einen elektrischen Deckenstrahler habe ich auch einmal im Pavillon aufgehängt. Zum Glück nur geliehen von einem Nachbarn, denn der spendet ja die Wärme auch nur von oben. Gut, man kann den Pavillon aufheizen, bevor die Gäste kommen. Doch dann ist es meistens erst 16 Uhr und noch warm draußen, ab 20 Uhr wird es kühl, und dann die „Birne“ bestrahlen lassen? Da hat dann jedes Bier die Wirkung wie drei, und die Feuer ist alsbald zu Ende.

Elektrischer Terrassenheizer: Ölradiator, Heizstrahler, Deckenheizung: Alles hat irgendwie funktioniert, war aber nicht optimal für einen „Rentnertreff“.

Tisch mit eingebauter elektrischer Heizung

Die optimale Lösung habe ich dann wieder einmal gefunden: bei einem Nachbarn natürlich. Ein Tisch, bei dem im Fuß eine elektrische Heizung eingebaut war. Das ist natürlich ideal für eine Heizung im Pavillon. Vor allem, da es diese Tische auch mit einer eingebauten Infrarotheizung gibt. Die gibt ihre Wäre sehr schnell nach dem Einschalten ab, wärmt die Füße der Gäste, die am Tisch sitzen, aber zunächst erst einmal nicht die Luft im Pavillon.

Die wird dann aber im Laufe der Zeit auch warm, so daß sich bald ein Klima einstellt, wie man es von wärmeren Tagen gewohnt ist. Der einzige richtige Nachteil an diesen beheizten Tischen ist, daß es zu wenige gibt. Im Handel habe ich noch gar keinen gesehen (jedenfalls nicht in meinem Umfeld), und selbst bei Amazon sind diese Dinger immer schnell ausverkauft. Wittert da gar niemand eine Marktlücke?

Beheizte Tische kann man ja nicht nur im Pavillon aufstellen, sondern zum Beispiel auch auf dem Balkon oder in einem ungeheizten Hobbyraum. Gut, preislich sind sie keine Schnäppchen, aber das sind gute Heizpilze oder Heizpyramiden auch nicht. Ich finde, hier lauert noch viel Potenzial!

Alternative Terrassenheizungen

Sicherlich, es gibt außer Gas und Strom noch andere Möglichkeiten, im Garten etwas Wärme zu erzeugen. Am bekanntesten ist sicherlich die Feuerschale, wo man sich so herrlich im Kreis herumsetzen kann und aus alten Zeiten plaudert. Hab ich schon gemacht (die Rasenfläche darunter war aber unrettbar verloren) und mache ich auch immer noch hin und wieder. Brennmaterial fällt ja im Garten immer an (Baumschnitt, Holz – nur kein Laub, das steigt glühend zum Himmel auf!).

Auf der Terrasse ist die Feuerschalke aber weniger geeignet, weil sie ja doch viel Rauch entwickelt. Also nicht die Feuerschale an sich, aber der Inhalt. Hier könnte man sich eventuell einen Terrassenofen ansehen, wenn man mit fossilen Brennstoffen heizen möchte und auf Gas oder Strom keinen Bock hat. Auch Terrassenöfen gibt es schon in unteren Preisklassen (warum eigentlich immer billig kaufen? Hält ja meistens nicht lange), allerdings gibt es für gestaltete Terrassen auch wunderschöne Designer – Stücke.

Es gibt auch Terrassen, da hat sich der Betreiber einen aus Stein gemauerten Grill eingebaut. Der kann natürlich auch zum Heizen genutzt werden, obwohl er meistens an einer Ecke der Terrasse steht und keinen so großen Wirkungsgrad hat. Aber die Möglichkeit ist auf jeden Fall vorhanden!

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