Heizen auf der Terrasse

Wenn es zu kalt wird auf der Terrasse, das ist vor allem im Herbst der Fall, dann kann das Vergnügen schnell getrübt werden. Man kann dann gegensteuern: Sich wärmer anziehen, ins Haus gehen oder die Terrasse beheizen.

Wärmer anziehen ist vielleicht die preisgünstigste Alternative, aber gerade vielen älteren Menschen wird es dann trotzdem nicht wirklich warm. Ins Haus gehen funktioniert manchmal auch nicht, weil es vielleicht zum Geburtstag im November zu viele Gäste gibt, für die drinnen nicht genügend Platz ist.

Bleibt eine Heizung für die Terrasse. Und hier gibt es nun wieder viele verschiedene Möglichkeiten. Abgesehen von der Energie, mit der die Terrassenheizung betrieben wird, spielt es auch eine Rolle, an welcher Stelle der Terrasse die Wärme eingesetzt werden soll. Ist es eine windgeschützte Ecke oder völlig im Freien? Steht etwa (wie bei mir) ein Pavillon auf der Terrasse? Dann fällt schon mal Propangas als Wärmequelle aus, und auch mit einem Holzofen wird man im Pavillon nicht viel Spaß haben.

Welche Terrassenheizung ist für mich die richtige?

Diese Frage bringt nun wieder, wie fast überall, mehrere Antworten. Und keine ist für sich genommen richtig. Denn es kommt immer auf den Fragesteller und seinen speziellen Bedingungen an. Ansonsten würde es wohl nur eine einzige Terrassenheizung auf dem Markt geben, und alle wären glücklich.

Einige Dinge sollte man sich vor dem Kauf fragen:

  1. Wie groß ist die Fläche, die beheizt werden soll?
  2. Wie viele Menschen sollen von der Wärme profitieren?
  3. Soll vielleicht nur eine kleinere Ecke beheizt werden?
  4. Soll eventuell eine Überdachung oder ein Pavillon auf der Terrasse beheizt werden?

Sicherlich gibt es noch mehr Überlegungen, aber schon alleine diese Fragen entscheiden, für welchen Energieträger man sich entscheidet.

Die Kosten der Terrassenstrahler

Hier ist wie immer zu unterscheiden zwischen den Anschaffungskosten und den Betriebskosten. Allgemein gilt: Je preisgünstiger die Geräte beim Kauf sind, desto mehr kosten sie nachher durch den Betrieb. Das ist schon bei Kühlschränken und Waschmaschinen so, und nicht anders ist es bei Terrassenheizern.

Terrassenheizer mit Gasbetrieb sind im Allgemeinen die stärksten Heizungen. Sie sind auch nicht sonderlich teuer im Betrieb: Propangas ist in der Gesamtsumme immer noch günstiger als meine elektrische Heizung. Allerdings hat die Terrassenheizung mit Gas auch Nachteile:

  1. Durch den Gasbetrieb wird sehr viel Sauerstoff verbraucht. Deshalb ist eine solche Heizung auf der freien Terrasse möglich, in geschützten Räumen, in Innenräumen und unter einem Pavillon kann eine mit Gas betriebene Heizung schnell zu einer tödlichen Falle werden. Denn den Sauerstoff verbraucht die Heizung: Da ist für Menschen vielleicht nicht mehr genug übrig
  2. Eine Gasheizung verbraucht Sauerstoff und erzeugt dabei CO₂. Dieses Gas ist für fast alle Lebewesen tödlich: Nur Pflanzen brauchen das CO₂, um zu gedeihen. Der Mensch kann nicht mehr atmen ohne Sauerstoff, und erstickt bei CO₂! Die Gasheizung können Sie vielleicht in Ihrem Gewächshaus, in dem viele Bäume stehen, aufstellen, aber niemals in Innenräumen, Garagen oder Pavillon, wo sich Menschen aufhalten. Sonst sind Sie diese ganz schnell los, und Sie sitzen im Knast!

Terrassenheizungen gibt es deshalb auch mit Strom. Dieser ist allerdings unter dem Strich nicht so leistungsfähig wie Propangas, dafür aber wesentlich teurer. Eine Alternative ist eine Terrassenheizung mit Infrarotbetrieb: Die funktioniert zwar auch mit Strom, aber hier wird viel weniger verbraucht, denn eine Infrarotheizung wärmt nicht die Luft, in der sich die Gäste befinden, sondern diese durch die Strahlungswärme direkt. Man fühl sich wohl und warm, obwohl die Luft erst einmal so kalt bleibt wie bisher. Weniger Strom wird aber nur verbraucht, wenn sich diese Heizung mittels Bewegungssensor schalten läßt. Im Dauerbetrieb meiner Meinung nach ebenso zu teuer wie herkömmliche Elektroheizungen.

Später geben dann angestrahlte Gegenstände (auch wir selbst) die empfangene Wärmestrahlung an die Luft ab, und es wird allgemein wärmer. Das spüren wir aber gabn nicht mehr so wirklich, weil uns in diesem Moment durch die Wärmewellenstrahlung sowieso recht warm ist.

Terrassenheizer ohne Terrasse

Heizungen, die für eine Terrasse entwickelt wurden, lassen sich auch unter Umständen anderweitig nutzen. Der Heizpilz oder auch die Heizpyramide, die mit Propangas betrieben werden, können zum Beispiel auch freistehend mitten im Garten aufgestellt werden. Dann braucht man auch nicht einen extra präparierten Boden wie bei der Feuerschale, die man nicht unbedingt auf denb Rasen stellen sollte.

Elektrische Terrassenheizungen können auch im Pavillon benutzt werden, wenn die vorgegebenen Hinweise zum Brandschutz eingehalten werden. Beim Ölradiator gibt es dabei kaum Probleme, mit Heizdraht betriebene Strahler sind schon mit Vorsicht zu nutzen. Auch Infrarotheizungen werden in der regel ziemlich heiß, zum Teil auch auf der Rückseite.

Am wenigsten Probleme machen die Tische mit eingebauter Heizung. Sie kann man im Pavillon ebenso nutzen wie im Hobby- oder Partykeller.

 

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